Google bewirbt sich in den USA um eine Lizenz für den Betrieb eines Breitbandnetzes. Dabei geht es sowohl um Festnetzanschlüsse als auch den Mobilfunkbereich. Bevor Google loslegen kann muss jedoch erst ein Gesetzt geändert werden, da in den USA der Erwerb einer solchen Lizenz nur für Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche möglich ist. Die zuständige Federal Communications Commission (FCC) wird diese Pläne aller Voraussicht nach unterstützen.
Wenn Google wirklich zum Provider wird, hätten sie unbeschränkten Zugriff auf alle Daten ihrer Kunden. Jeder Seitenaufruf, jede Suchanfrage (bei jeder Suchmaschine!), jeder geschriebene Forenbeitrag, einfach alles könnte analysiert werden.
Man stelle sich mal vor Google weiß, was für Foren- und Blogartikel jemand schreibt. An diese Information zu kommen ist recht einfach, man müsste sich nur die großen Portale wie MySpace und die gängigen Forensoftwares wie phpBB anschauen und diese raus filtern. Dann könnte AdSense die Werbung direkt auf den Besucher zuschneiden. 100% passend.
Mit ein bisschen semantischer Analyse könnte man vermutlich sogar Fragen erkennen. Wenn ich dann darüber blogge, warum meine Waschmaschine komische Geräusche macht, sehe ich, egal auf welche Website ich gehe, nur noch AdSense Anzeigen eines nahe gelegenen Waschmaschinen-Service Centers.
Das alles wäre natürlich hochgradig illegal und die Anforderung an die Rechenleistung würde sogar Google überfordern. Aber da Google als Provider die Standorte aller Anschlüsse kennt, könnte diese Datenerfassung auf Viertel begrenzt werden in denen nur wohlhabende Menschen wohnen und bei denen auch wirklich etwas zu hohlen ist.
Wenigstens müssen wir dann nicht mehr Angst haben persönliche Daten über GMail Google Mail zu verschicken. Das ganze wir früher oder später durch Googles Leitungen laufen und dann können sie es so oder so lesen.
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Dieser Artikel wurde am 20.06. 2007 von nXplorer geschrieben.
Wieso? Nenne mir *ein* Gesetz. Aber bitte nicht per Pauschalantwort (“Datenschutzgesetz”), sondern vorher wirklich selbst lesen und erklären.
Was früher noch wie ein Märchen klang, ist heute bereits Wirklichkeit. Das jedenfalls ist *kein* Märchen von übermorgen.
[...] wie das amerikanische Pendant zu unserer Regulierungsbehörde heisst. Google hat sich um die Lizenz für den Betrieb eines Breitbandnetzes beworben. Im Klartext heisst das: Sie wollen Telefon, [...]
Wenn Google wirklich zum Provider wird, hätten sie unbeschränkten Zugriff auf alle Daten ihrer Kunden
Das haben doch auch “normale” Provider, versteh das Problem nicht. Jeder (große) Provider kann doch theoretischmein komplettes Surfverhalten tracken – das ist ja nicht Google spezfisch, sondern eher ein allgemeines Problem.
Das Tracking und die Datenmengen an sich sind heutzutage sicherlich das kleinere Problem eine Auswertung könnte auch noch passieren – aber was dann. Dann hat der Provider ein grobes Profil über mich, was er mit riesem Aufwand erlangt, was er aber auch einfacher hätte in Erfahrung bringen können.
Und mal ehrlich, ob nun Werbung die auf mich zugeschnitten ist eingeblendet wird, oder nicht, das ist doch egal, Werbung ist Werbung. Es wär mir manchmal sogar lieber das personalisierte Werbung möglich ist, denn als Firma zahlst man sehr viel Werbekosten und erreicht selten das Zielpublikum – was bringt es denn jemand Werbung anzuzeigen für was er sie niemals interessieren würde….
Und letztendlich entscheidet jeder persönlich ob man Google Dienste einsetzt oder nicht, niemand ist gezwungen Google zu nutzen…..
[...] im Artikel über Googles Methoden uns auszuspionieren habe ich erwähnt, dass sich Google in den USA um den Aufbau eines Breitband Netzwerkes [...]