Interview mit Christian Schagen von Linklift.de

Christian Schagen spricht mit dem Ranking Konzept Seo News Blog über den Textlink-Marktplatz Linklift (aff), Risiken beim Linkkauf und Tipps wie man Links kauft und verkauft ohne von Google bestraft zu werden.

Chris, magst du dich und das Unternehmen Linklift kurz vorstellen?

LinkliftIch bin der Gründer und Geschäftsführer von LinkLift. LinkLift ist ein Marktplatz für Textlinks. Wir machen das Kaufen und Verkaufen von themenrelevanter Textlink-basierter Werbung einfach. Textlinks sind eine innovative Werbeform, die sehr gezielt Traffic erzielen. Und je besser das Targeting des Traffics ist, desto höher sind i.d.R. die Converstion-Raten. Ein Plus kann sein, dass die Textlinks zur Verbesserung der Linkpopularität beitragen.

Euch wird häufig nachgesagt ein Abklatsch von Text-Link-Ads zu sein. Wie stehst du dazu? Was unterscheidet euch von TLA, Teliad und anderen Anbietern?

Händler von Textlinks gibt es an sich schon sehr lange und auch schon vor den genannten Unternehmen, insofern ist die Debatte, wer wen klont recht müßig. Für Kunden ist es grundsätzlich nicht schlecht, nicht von einem Monopol bedient zu werden.

Wir unterscheiden uns durch zweierlei vom Mittwerb: LinkLift mach für jede Webseite eine umfassende Qualitätsprüfung. Tatsächlich lehnen wir 80% der Seiten, welche Links über LinkLift vermarkten möchten, ab. Wir versuchen uns ausschließlich auf Webseiten konzentrieren, die Ihren Nutzern einen großen Nutzen stiften. Das heißt im Klartext, dass die Seiten mit originärem Content versehen sind, die Webmaster die Seiten pflegen, häufig Aktualisierung vornehmen und aktiv an den Diskussionen und Verlinkungen des Webs teilnehmen.

Weiterhin nehmen wir eine neutrale Bewertung der Textlink-Preise vor. Der Markt war zuvor davon geprägt, das die Preisfindung sehr informell von statten ging – gewiefte Werbetreibende konnten z.T. für Kleckerbeträge hochwertige Links von arglosen Webmastern ergattern, andere Webmaster verlangten Mondpreise für allensfalls mittelmäßiges Inventar. Dadurch, dass wir als Mittler zwischen Werbern und Publishern auftreten, versuchen wir beide Interessenlagen fair zu berücksichtigen

Warum gebt ihr feste Preise für die Links vor und lasst nicht Angebot und Nachfrage entscheiden?

Siehe vorherige Frage. Der Markt war/ist an einigen Stellen unreif. In Zukunft kann ich mir aber vorstellen, hier mehr Flexibilität an den Tag zu legen.

Sind eure Erwartungen was die Anzahl der teilnehmenden Käufer und Verkäufer angeht erfüllt worden oder hattet ihr euch mehr erhofft?

Es sind natürlich nie genug. Spass beiseite, bislang sind wir mit der Entwicklung durchaus zufrieden. Vor allem sind wir darüber erfreut, dass wir viele wirklich hochwertige Werbetreibende und Publisher gewinnen konnten.

Habt ihr nicht Angst, dass die Käufer ihre Links nach einem Monat wieder kündigen und den Betreiber der verkaufenden Seite direkt ansprechen um sich die Gebühr zu sparen? Überwacht ihr solche Aktivitäten und zieht ggf. Konsequenzen?

Sicherlich kommt dies vor, und wir freuen uns nicht darüber. Generell beobachten wir vor allem bei den größeren Kunden ein derartiges Verhalten nicht. Dort ist vor allem die Wertschätzung darüber groß, dass das Handling der zahlreichen Linkpartner von einer Partei abgewickelt wird. Denn mit jeder direkten Vertragsbeziehung entstehen auch Aufwendungen, Vertragswerk, Zahlungsmodalitäten, Überwachungskosten, etc.

Google hat schon immer davon abgeraten mit Links zu handeln und geht mit der Möglichkeit Linkkauf und -verkauf in den Webmaster Tools zu melden nun noch einen Schritt weiter. Was für Auswirkungen hat das auf Linklift und seht ihr euer Geschäftsmodell in Gefahr?

Zuersteinmal möchte ich meinen Unmut über diese Entscheidung der besagten Suchmaschine ausdrücken. Der Kauf und Verkauf von Textlinks ist nach wie vor eine sehr weit verbreitete Praxis. Denn Textlinks bestechen als effizientes Werbemittel auch ganz ohne dass man die Suchmaschinen im Visir hat.

Letztlich läufen die Interessen einer Suchmaschine darauf hinaus, eine hohe Qualität der Suchmaschinen-Ergebnisse zu erzielen, damit die Nutzer das finden was Sie suchen und nicht zur Suchmaschinen-Konkurrenz abwandern. Und dieses ist legitim.

Als Konsequenz für einen Webmaster kann daraus schließen, dass die Art und der Umfang der bezahlten Links eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Aus diesem Grund empfehlen wir Webmastern schon seit langem,

  • a) als Werber nur Webseiten anzunehmen, die wirklich starken Content vorweisen können, welcher den Nutzern Usern erheblichen Wert stiftet.
  • b) als Werber nur Webseiten anzunehmen, die wirklich themenrelavant sind und dem eigenen Nutzer Wert stiften.
  • c) sich in der Anzahl der vermarkteten Links zurückzuhalten und auf ein gesundes Verhältnis achten: Eine qualitativ hochwertige Webseite, mit tausenden von Dokumenten, tausenden von eingehenden Links und auch tausenden von ausgehenden Links fügt mit drei, vier oder fünf verkauften Links dem Internet sicherlich keinen Schaden zu.

Gibt es unzufriedene Publisher oder Kunden die sich mit exzessivem Linkkauf oder -verkauf selbst geschadet haben?

Generell gilt, dass man bei dem Linkkauf – gerade aufgrund der Sichtweise einiger Suchmaschinen – leider eine Reihe von Spielregeln beachten muß, um nicht irgendwelche Filter auszulösen. Wir beobachen den Markt und die Ergebnisse, welche die Teilnehmer erzielen, sehr genau. Wenn wir merken, dass etwas aus dem Ruder läuft, greifen wir in der Regel zügig ein, um eben solche möglichen Filter zu verhindern.

Sind für die Zukunft Neuerungen geplant? Ich denke da an die Möglichkeit besonders beliebte Linkplätze zu Versteigern oder Links zu buchen die mit einem rel=”nofollow” versehen sind um nicht gegen Googles Richtlinien zu verstoßen aber dennoch Besucher über diese Links abgreifen zu können.

Nofollow Links bietet LinkLift schon seit langem an, und diese Funktionalität wird auch überraschend gut angenommen. Generell ist es unser Anspruch, die Entscheidung, ob nun ein rel=”nofollow” gesetzt wird oder nicht, den Werbern zu überlassen. Wir möchten ein Werbenetzwerk bereit stellen, welches die Werbung mit Links einfach macht.

Neuerungen sind in der Produktentwicklung, aber bevor diese nicht fertig sind, möchte ich da unser Pulver noch trockenhalten.

Hier endet das Interview.

Um Linklift besser einordnen zu können hier noch ein Zitat von Deutsche StartUps:

Bisher haben sich nach Unternehmensangaben knapp 1.000 Websitebetreiber bei “LinkLIft” angemeldet. Darunter eine Menge Weblogs. In diesem Jahr will Schagen einen Umsatz in Höhe von einer Millionen Euro einfahren.

Genau wie Lars bin ich von dieser geringen Zahl an Publishern überrascht. Wie man an den Auswertungen von Robert erkennen kann ist der Verkauf von Textlinks für kleine Blogs im Vergleich zu anderen Werbeformen sehr rentabel. Warum sind also nur so wenige der 27.000 (oder sind es 130.000 oder gar 600.000?) deutschen Blogs bei Linklift dabei?

Übrigens expandiert Linklift jetzt auch ins Ausland. Spanien und Italien sind schon online, England, Frankreich und Polen sollen bald folgen.

Der Beitrag wurde am Friday, den 29. June 2007 um 09:37 Uhr veröffentlicht und wurde unter SEO Szene abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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