eBay 2.0

16.07.07, von nXplorer

eBayDaniel Schäfter scheint nicht der einzige zu sein der große Probleme bei eBay wittert. Denn es gibt schon einen Play um die Auktionsplattform mit allen Web 2.0 Raffinessen auszustatten.

Ein Angebotsrückgang von 15%, der Kundensupport wird als schlecht bewertet und die Vorwürfe wegen Betrugs und Preistreiberei häufen sich. Und nun wandern auch noch die Powerseller in so großen Scharen davon, dass man versucht sie mit Gutschriften zu locken.

Als Antwort auf all diese Probleme wurde in Bosten vom 14. bis 16. Juli auf der eBay Live Konferenz ein Plan für die nächsten 12 Monate vorgestellt.

Nach dem Motto Back2Basics sind folgende Änderungen geplant:

  • Schlichtere Homepage. Das neue Design soll einfacher und klarer sein, da viele Nutzer sich in der Vergangenheit über die zu unübersichtliche Benutzeroberfläche beschwert hatten.
  • Detailliertere Bewertungen. Mit dem neuen Bewertungssystem können Kunden einen Händler nach einzelnen Gesichtspunkten wie „angemessenen Versandkosten und zeitnahem Versand“ bewerten.
  • Versandkosten. Der Deal mit UPS über einen Rabatt bei den Versandkosten dürfte sich wohl auf die USA beschränken. Ähnliche Verträge in Deutschland dürften aber folgen, sollte sich das Modell in Amerika bewähren.
  • Verbesserte Suche und Navigation. Anstatt die Auktionen nach verbleibender Zeit aufzulisten wird die Suche zukünftig auch nach der Reputation der Verkäufer, dem Preis, der Farbe und diversen anderen Faktoren sortierbar sein.
  • Produktempfehlungen –und Rezensionen. Die Pläne für Produktempfehlungen und -Rezensionen sind momentan nur eine Überlegung, bieten aber viele Vorteile. Neben sehr viel Content (eBay+Content=SuMa Traffic) könnte man die Interessen der Nutzer besser analysieren (welche Rezensionen ließt, bewertet und schreibt jemand?) und zugeschnittene Angebote wie bei Amazon präsentieren.
  • Tools und Widgets. Mit diversen kleinen Helferlein möchte eBay das Einkaufen erleichtern. Zum Beispiel soll man mit einem Gebots Assistenten für mehrere Auktionen eine Gebotsobergrenze festlegen können. Wird das festgesetzte Maximum bei der ersten Auktion überboten wird automatisch bei der nächsten Auktion mitgeboten bis man das gewünschte Produkt erstanden hat oder alle angegebenen Auktionen ausgelaufen sind.

Ob diese Features reichen um eBays Platz als führende Onlineplattform zu sichern kann ich nicht abschätzen. Wann ich das letzte mal bei eBay ge- oder verkauft habe kann ich gar nicht mehr sagen.

Ranking-Konzept-Autor nXplorer Dieser Artikel wurde am 16.07. 2007 von nXplorer geschrieben.
3 Kommentare bisher • RSS-Feed für KommentareTrackBack URI
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  • Die sollten erst mal bei sich in den Büro’s anfangen mit dem optimieren, da liegt nämlich das eigentliche Problem. Genau wie bei Google, je größer eine Firma wird des do weniger kann man sich dann angeblich um den einzelnen Kunden kümmern. FALSCH!

  • Gerald says:

    Nun ja ich denke das Umdenken von E-Bay was Mobile.de angeht hat gezeigt, das nicht alles funktioniert bzw. bezahlt wird.
    Es ist aber auch zu vermuten, das die Keller der Ebaynutzer leer geräumt und ein großteil des Privaten plunders an den Mann bzw. Frau gebracht ist.

    Daher rufe ich hiermit eine neue E-Bay aktion aus: * Wir brauchen mehr Keller *

  • Sten says:

    Ich finde ebay hat sich sehr geschickt die Marktführerschaft erkämpft. Das einzige Problem sehe ich für die gewerblichen Kunden in den ständig steigenden Gebühren. Aber die Relevance Ads, Vergütungen für Neuanmeldungen etc. wollen ja auch bezahlt sein…

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