Die Europäische Union hat die Zahlung von 120 Millionen Euro (120.000.000) von der deutschen Bundesregierung an verschiedene Firmen bewilligt um Forschung am europäischen Suchmaschinenprojekt voranzutreiben.
Das in Deutschland als Theseus und in Frankreich als Quaero bekannte Projekt soll dafür sorgen, dass Europa in der Suchtechnologie nicht hinter den USA (speziell Google) hinterher hängt.
Die Erlaubnis für direkte Finanzspritzen ist zunächst bis zum Jahr 2011 begrenzt und sieht vor in einem ersten Schritt Firmen wie Siemens, SAP und die Telekom zu Forschungen in diesem Bereich zu entlohnen. Später sollen auch kleine und mittelständische Betriebe von der Förderung profitieren.
Auch der französische Staat möchte das Projekt finanziell unterstützen und verhandelt momentan mit der EU über 81 Millionen. Wichtig für eine Genehmigung ist, dass das Geld gerecht verteilt wird und nicht einzelne Firmen bevorzugt werden.
Wenn ihr mich fragt werden hier 200 Millionen Steuergelder (+ Verwaltungsaufwand in Deutschland, Frankreich und Brüssel) in den Sand gesetzt. Wenn diverse Firmen Geld bekommen und nach einer Technologie zu forschen die Google schlagen kann, dann kann das doch nichts werden.
Das wird alles entweder in totaler Unkoordiniertheit enden oder in einem steifem, unflexiblen Verwaltungsapperat. Dazu kommt dann noch die staatliche Schieberei wie bei Airbus, nach dem Motte mir egal, dass die Franzosen das bessere Interface habe. Da die schon den Algorithmus stellen wird jetzt die von der Telekom entwickelte Benutzeroberfläche verwendet.
Und wie ernst forscht man wohl wenn alles staatlich finanziert wird? Genau, ein paar Querdenker dürfen sich austoben und das wars.
Bei allem Patriotismus, das wird nichts!
Nachtrag 13:25
Wie ich sehe hat Sistrix sich auch über Theseus ausgelassen. Er zeigt sich ähnlich zuversichtlich wie ich und rechnet mit 5 Jahren Entwicklungszeit für die Adaption des XML Sitemap Standards.
Nachtrag 15:00
Hilfe, man stehe mir bei!
Durch die Kombination der Informatik-Trends ‚Semantisches Web’ und ‚Web 2.0’ ergibt sich in THESEUS die Chance, als Web 3.0 eine innovative Wissensinfrastruktur zu schaffen, die völlig neuartige Formen des Wissenszugriffs, des Wissensmanagements und der webbasierten Dienste, Anwendungen und Geschäftsmodelle ermöglicht.
Wie soll man zu einem so dermaßen hinverbranten Flachpfeifen-Dünnschi dieser nicht unintelligenten Aussage noch was sagen? Da fehlen mir wirklich die Worte.
Die Aussage stammt von Dr. Wolfgang Wahlster, einem der Experten Menschen des Theseus Programms. Danke für den Hinweiß.
Dieser Artikel wurde am 20.07. 2007 von nXplorer geschrieben.
Ich glaube meinen eigenen Augen nicht, die Großkonzerne sollen das Geld als Entlohnung bekommen, nur damit Sie auf dem Gebiet forschen können? ( Mit dem Ergebnis: Nein, Google ist nicht zu schlagen, da Google während unserer 10 jährigen Forschung ebenfalls einige hundert Mio. Dollar in die Entwicklung neuer Produkte und Algorithmen investiert hat ) Sowas ist nur in der EU möglich… Die Geschichte hängt bestimmt bei Google irgendwo im Flur als Joke an der Wand
Oh gott, das Zitat ist ja wirklich der Abschuss
hmm..
Ich melde mich freiwillig für 119 Millionen Euro ein günstigeres Gegenprojekt zu entwickeln…
Lachhaft! Google entstand ohne großes Kapital und entwickelte sich zu dem was es heute ist: Die Suchmaschine schlechthin.
Unsere Politiker sollten das Geld besser in Google-Aktien stecken, dann ists wenigstens nicht sofort weg.
Was so ein Anfang – ach nee – Start so alles will
@Don:
Wenn die Idee nicht sogar bei Google an einer ähnlichen Wand entstanden ist