Bisher war nicht viel über Googles internes Verwaltungstools MOMA bekannt. Bei Xoogler, dem Blog der Ex-Googler also der ehemaligen Mitarbeiter, gab es im Jahr 2005 einen kurzen Bericht, in dem Dough von einem Portal mit Statistiken für alle Google Websites, Live Graphen zu Suchanfragen und AdWords-Umsätzen, sowie Informationen über jeden Angestellten sprach.
Was jetzt von Cyrus Mistry, Enterprise Product Manager, im Google Entersprise Blog vorgestellt wurde geht noch wesentlich weiter:
Mit Hilfe der Google Search Appliance werden Daten zu 12.000 Mitarbeitern, welche auf 56 Büros verteilt sind, und fast 100 Millionen Dokumente zugänglich und durchsuchbar gemacht.
Das Volumen an internen Suchanfragen ist so gigantisch, dass Experimente zur Darstellung der SERP, Stemming und den unterschiedlichsten Filtern einfach unter dem Interface MOMA Next durchgeführt werden bevor sie auf die Öffentlichkeit losgelassen werden
Hier ein Screenshot von der Suche nach gfs:

Was sehen wird?
- Die experimentelle Suche kann mit einem Häkchen an- und ausgeschaltet werden.
- Per Tab kann man verschiedene Themenschwerpunkte (Tech, Offiziell, Community) für die Suche auswählen.
- Die Ergebnisse lassen sich nach Datum und Relevanz sortieren.
- Mit der Funktion Narrow Your Search kann die Suche durch weitere vorgeschlagene Keyword verfeinert werden.
- Es gibt so genannte User-Added Results.
- Ein interner Google Glosar wird durchsucht.
- Passende Kontakte werden herausgesucht.
- Beliebte Ergebnisse aus einem internen Google Bookmark Tool werden verwendet.
- Und natürlich gibt es da drunter dann auch die normalen Suchergebnisse.
Gerüchteküche
Mit den User Added Results könnte Google Mahalo Konkurrenz machen.
Ein Bookmark Dienst wie del.icio.us ist ebenfalls denkbar.
Oder wie wäre es mit einem umfangreichem Adressbuch? Dort könnte man Profile anlegen, so dass andere diese nur in ihr Portfolio aufnehmen müssen und dann … oops, das wäre dann ja Social Networking.
Und bei den menschlichen Empfehlungen und Bookmarks die in die SERP integriert werden wäre natürlich die Gefahr zugespammt zu werden extrem hoch.
Im große und ganzen ist der Beitrag wohl nur als Showeffekt gedacht um zu zeigen was mit einer Search Appliance alles möglich ist und wie einfach man sie modifizieren kann. Doch auch diese Information ist interessant. Gemeinsam mit der Übernahme von Postini ist sie ein Beleg dafür, dass Google unbedingt im B2B Bereich Fuß fassen und mehr Firmen als Kunden für sich gewinnen möchte (via).