Wieder einmal wurde ein großes Unheil gefunden: Der niedrige Dollar verringert eure AdSense Einnahmen. Das ist aber totaler Quatsch und reine Panikmache.
In John Cows Beispiel geht es darum, dass er seine USD Einnahmen in CAD tauschen muss und dass er für 1 US Dollar immer weniger kanadische Dollar bekommt.
Diese Rechnung ist aber so nicht auf deutsche Webmaster übetragbar.
Wer eine deutschsprachige Website hat, dem kann der Dollar-Kurs egal sein, denn die Werbenden aus Deutschland geben bei AdWords ihr Geld in Euro aus. Dies wird in Dollar umgerechnet, Google zieht einen Teil ab, schreibt uns den Rest gut und rechnet diesen Betrag für die Auszahlung in Euro um.
Hätte John nur kanadische Besucher wäre auch ihm der Dollarkurs egal. Er hat aber hauptsächlich Besucher aus den USA und dort kommen daher auch die Werbegelder her.
Nur wenn ihr eine englischsprachige Website habt müsst ihr euch Sorgen um den Dollarkurs machen.
Rechnung
AwA = AdWords Ausgaben
D = AwA in Dollar
DR = Dollar Rest nach Googles Bezügen (in diesem Beispiel 50%)
AA = AdSense Auszahlung
- €:$ – AwA > D > DR > AA
- 1:2 – 100€ > 200$ > 100$ > 50€
- 2:1 – 100€ > 50$ > 25$ > 50€
Wie ihr seht bekommt man bei einem Kurs von 1:2 (für 1 Euro bekomme ich 2 Dollar) wie bei einem Kurs von 2:1 (für 1 Euro bekomme ich 0,5 Dollar).
Positives
Eigentlich ist ein starker Euro sogar gut, denn so wird es für die vielen kleinen Webmaster immer leichter jeden Monat die 100 Dollar bei AdSense zu erreichen.
Dieser Artikel wurde am 31.07. 2007 von nXplorer geschrieben.
Ich bin Werbender aus Deutschland und zahle bei AdWords in Dollar….
Da hast du natürlich Recht, wenn es um rein deutschsprachige Sites geht.
Allerdings publizieren auch gerade Deutsche viele englischsprachige Sites. Naja, zumindest ich. Und dort wird auch englischsprachige Werbung, bevorzugt aus den USA angezeigt. Hier ist es dann wie bei John schon bemerkbar, zumal diese englischsprachigen Sites i.d.R. mehr einbringen, als die deutschsprachigen.
Zudem wirkt sich ein steigender Kurs auch noch negativ (wenn auch nicht so stark) auf die Zeit zwischen Einnahmen und Auszahlungen aus.
Tja, und als Luxemburger ärgere ich mich, dass die Überweisung auf ein luxemburger Konto immer noch nicht angeboten wird, und ich so einen Scheck (der seit kurzem immerhin in Euro ist und nicht mehr in Dollar) teuer (10 Euro) einlösen muss. Ich setze deshalb die Auszahlung für einige Monate aus, bis ich 200-300 Dollar zusammen habe, und so nicht jedes Mal Gebühren zahlen muss. Das Einlösen des Schecks dauert dann nochmal locker einen Monat
Nachteile hat dies aber auf jeden Fall für Publisher, die die Google-eigenen Produkte (wie z.B. Adsense) bewerben, da sich hier die Vergütung nicht dem Dollar-Kurs anpasst.
Auch konnte ich nicht feststellen, dass sich die Klickpreise positiv verändert haben, seitdem es mit dem Dollar bergab geht – das kann aber natürlich auch tausend andere Gründe haben.
Nils, heißt das, dass du sagst “ich nehme jeden Monat 100 Dollar von meinen 2000 Euro und gebe sie für Werbung aus”? Selbst wenn du das so machst wird jedes einigermaßen große Unternehmen welches in Euro rechnet (werden wohl die meisten in Deutschland tun) auch einen bestimmten Euro betrag wählen und diesen in Dollar bei AdWords investieren.
Update – Google AdSense und der Dollar-Kurs
Das Thema Google AdSense und der Dollar-Kurs ist offensichtlich ein sehr kontroverses. Der Malte von ranking-konzept.de hat ebenfalls ein paar gute Worte zu diesem Thema verloren. Dazu auch noch meine Anmerkungen.
Dollar-Euro Kurs für deutschspra…
Hi,
ich rechne einmal vor das der Sinkende Doller doch schlecht für die Einnahmen ist.
Ende Januar 2007 Einnahmen 1000 USD = 777 Euro
Ende Februar Auszahlung USDollar gefallen = 650 Euro überweisung
Somit Verlust…
Euer Mathegenie Gerald aus Münster
Ja gut von Monat zu Monat hat man natürlich einen geringen Verlust. Aber der ist immer nur so groß wie der Kursverfall in 30 Tagen und das sind Peanuts.
Mir ging es auch nur darum, dass John Chows Rechnung (aus 16.000 CAD werden mit der Zeit 10.000 CAD) nicht auf deutsche Webmaster mit deutschsprachigen Seiten zu übertragen ist.
[...] Hier ein Beitrag dazu Warum der Dollar Kurs eure AdSense Einnahmen nicht mindert [...]
Nun, wenn 127 Euro für Peanuts sind, dann überweise die mir bitte jeden Monat, ohne daß ich dafür eine Gegenleistung erbringen muß…
Aber die Frage ist doch warum zahlt google im euro raum nicht in euro aus, sondern in USD?