03.08.07, von nXplorer
Telepolis sprach mit Monika Henzinger über Google und die Zukunft des Suchens im Internet.
Monika Henzinger wurde mit 26 Assistenzprofessorin in Princton, ist seit 1999 bei Google beschäftigt und momentan die Forschungsdirektorin für Suchalgorithmen bei Google Schweiz. Den Titel Googles Superhirn verlieh ihr die FAZ.
Wichtige Informationen
- Das Web hat sich seit der Gründung von Google vor 10 Jahren um den Faktor 100 bis 1.000 vergrößert.
- Der PageRank ist nach wie vor für die Bewertung von Suchergebnissen wichtig.
- Die Art und Weise wie eine Suchmaschine doppelte oder sehr ähnliche Inhalte behandelt und erkennt kann die Größe ihres Index um den Faktor 2 beeinflussen. Daher sagt die Größe des Index kaum etwas über die Qualität der Suchergebnisse aus.
- Das Verhalten der Suchenden hat sich seit den ersten Jahren von Google kaum verändert, da immer wieder Internet-Neulinge den Weg ins Web finden die noch keinerlei Suchqualifizierungen erworben haben.
- Google ist sich noch nicht sicher ob es möglich ist immer zu erkennen ob ein Nutzer etwas Kaufen oder sich nur Informieren möchte.
- Je mehr Weberfahrung ein Suchender hat, desto unwillkommener sind ihm automatische Modifikationen seiner Suchanfrage. Während jemand mit wenig Sucherfahrung die automatische Berücksichtigung von Synonymen begrüßt macht sich der erfahrene Sucher meist mehr Gedanken wie er seinen Suchbegriff eingibt und erwartet auch dementsprechende Ergebnisse.
- Ein großes Problem der personalisierten Suche ist, dass ein Mensch mit einer Suchanfrage zwei verschiedene Dinge meinen kann. Wer regelmäßig nach Tierfotos sucht, kann mit einer Suche nach Jaguar auch die Automarke meinen.
- Google kann mit einer Sicherheit von 95% den geographischen Bezug jeder Suchanfrage ermitteln. Dafür reicht es die Top 100 Wortkombinationen mit dem entsprechenden Keyword durchzugehen. Sucht jemand nach Reichstag wird in den Top 100 häufiger Reichstag Berlin auftauchen als Reichstag München. So ergibt sich die geographische Zuordnung zu Berlin.
Dieser Artikel wurde am 03.08. 2007 von nXplorer geschrieben.
Interview mit Googles Algorithmus Superhirn
Telepolis sprach mit Googles Superhirn.
Monika Henzinger wurde mit 26 Professorin der Eltiuniversität Princeton und ist für die Enwicklung des Such-Algorithmus verantwortlich.
Ich glaube, dass das Problem mit Homonymen und Synonymen immer weiter bestehen bleibt und das Google dieses nicht in Griff bekommen wird.
Meiner Meinung nach liegt das daran, dass die KI noch nicht weit genug entwickelt ist.
Ich glaube, dass die Prozentzahl 95 beim Geo-Targeting zu hoch angesetzt ist und diese Zahl eher eine gutwillige Marketingzahl ist.
Mal ganz nebenbei: Google hat eh zu viele Daten von uns!
Das sollten wir unterbinden.
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